Ich nutzte den regnerischen und kühlen Tag in Anchorage, um den letzten Beitrag zu schreiben. Ich nehme an, dass man zwei Nächte auf dem Parkplatz eines grossen Outdoor-Warenhauses bleiben darf. Vor allem die Fischerei- und Jagdabteilung ist in diesem Geschäft gross. Beides Abteilungen, die mich in keiner Weise interessieren.
In den letzten Tagen hörte ich beim Fahren den historischen Roman «Die Buchhändlerin von Paris» der US-amerikanischen Schriftstellerin Kerri Maher. Der Roman erzählt die Geschichte von Sylvia Beach, einer jungen US-Amerikanerin, die 1919 in Paris die englischsprachige Buchhandlung «Shakespeare & Company» gründet. Vorbild war die französische Buchhandlung ihrer Freundin und späteren Lebenspartnerin Adrienne Monnier. «Shakespeare & Company» wurde schnell zum Treffpunkt englischsprachiger SchriftstellerInnen und Literaturinteressierter. Auch James Joyce war Stammgast und wurde von Sylvia Beach unterstützt. Als «Ulysses» in den USA verboten wurde und James Joyce keinen Verlag fand, publizierte Sylvia Beach «Ulysses». Beim Hören des Buches wurde ich neugierig und möchte nun doch einmal ein paar Seiten von «Ulysses» lesen. Vielleicht irgendwann in der Zukunft.
